Dorothea Duhme

Hebammenpraxis Soest

„Es war eine herrlich entspannte Atmosphäre“

Nachdem meine erste Tochter 2014 im Geburtshaus in einer wunderschönen, ruhigen Umgebung mit Dorothea zur Welt kam, war mir sehr schnell klar, dass mein zweites Kind zuhause mit Dorothea geboren wird. Zu Hause, wo man sich noch geborgener fühlt, wo man nach der Entbindung nicht nach Hause fahren muss, wo man bleiben kann und das Haus nicht verlassen muss. Einfach das wunderbare Kuschelgefühl mit Baby genießen kann.

Nach einer unkomplizierten Schwangerschaft, in der ich mich von Woche zu Woche mehr auf die Hausgeburt freute rückt der Tag langsam näher. Ich hatte mir einen Geburtspool besorgt, weil ich bei meiner ersten Entbindung lange im Pool im Geburtshaus entspannt hatte. Der 8.5.2017 sollte der Termin sein, an dem Pia das Licht der Welt erblickt. Aber Pia lässt sich Zeit. Und von Tag zu Tag wurde ich nervöser. Ich wollte auf gar keinen Fall in ein Krankenhaus und auf gar keinen Fall eingeleitet werden. Also versuchte ich zu entspannen und einfach abzuwarten was sich so tut. In der Nacht zum 14.5.2017 wurde ich nachts wach und hatte starkes Sodbrennen. Gleichzeitig fühlte ich ein leichtes Ziehen im Bauch. Meine Vorfreude stieg. Waren das Wehen? Ich horchte in meinen Körper hinein, während ich zwischen meinen Ehemann und meine Tochter gekuschelt im Bett lag. Das leichte Ziehen kam in unregelmäßigen Abständen immer wieder. Ich weckte mein Mann und sagte ihm, dass es losgeht, er aber noch weiter schlafen soll und ich ihn Wecke wenn ich es für nötig halte. Ich ging runter ins Wohnzimmer, machte mir ruhige entspannte Musik an und ein paar Kerzen, es war eine wunderschöne Atmosphäre und ich ging ein bisschen umher und freute mich immer mehr darüber, dass Pia bald in meinem Arm liegen wird. Um mir die Zeit noch etwas zu vertreiben, pumpte ich meinen Geburtspool auf und räumte etwas im Wohnzimmer hin und her. Die Wehen waren noch sehr leicht und weiterhin in unregelmäßigen Abständen, manchmal mit 5,7 oder 9 Minuten Pause. Sie waren die ganze Zeit leicht und gut zu veratmen, ich ließ die Kugel im Becken kreisen, das war ein wunderbarer Tipp aus dem Geburtsvorbereitungskurs. Gegen 4:50 Uhr weckte ich meinen Mann und er fragte, ob er unsere große Tochter schon zur Oma bringen sollte. Da die erste Geburt von der ersten Wehe bis zur Entbindung 14 Stunden gedauert hatte, war ich auch jetzt davon überzeugt das es noch länger dauern würde. Mein Mann beschloss unsere Tochter trotzdem schon wegzubringen und ich rief gegen kurz vor fünf Dorothea an. Ich berichtete ihr in welchen Abständen meine Wehen kommen, und dass sie noch nicht so stark sind. Sie sagte sie würde sich jetzt auf den Weg machen. Ich ging draußen ein bisschen spazieren und wartet bis sie kam. Meine Vorfreude wuchs und wuchs, ich konnte mir kaum vorstellen in ein paar Stunden mein geliebtes Baby im Arm zu halten. Dorothea kam gegen kurz nach fünf, kurz vor meinem Mann zurück. Wir besprachen ein bisschen wie's mir geht und sie setzte sich auf unser Sofa. Ich veratmete meine Wehen, die mittlerweile in zweieinhalb Minuten Abständen kamen kniend auf dem Sofa und guckte dabei in meinem Garten. Es war wunderschön. In den Wehen Pausen unterhielten wir uns etwas. Mein Mann kochte einen Kaffee für Dorothea und sich und es war eine herrlich entspannte Atmosphäre.

Um 6:00 Uhr wurden die Wehen stärker, ich bat meinen Mann Wasser in den Pool zu lassen damit ich dort ein wenig entspannen kann. Plötzlich, nachdem ich das Wasser plätschern hörte ging alles wahnsinnig schnell, die Wehen wurden unglaublich stark, ich konnte es im Knien nicht mehr aushalten und hängte mich mit den Armen in mein Tuch. Mein Mann kam zu mir als ich nun lauter Tönen musste, um die Wehen gut umzukriegen. Ich hatte plötzlich das starke Gefühl pressen zu müssen, Dorothea ermutigte mich bei der nächsten Wehe ruhig mitzupressen, und ehe ich mich versah war meine kleine Pia auf der Welt. Bei der zweiten Presswehe war alles geschehen. Ich saß auf dem Boden, konnte mein Glück kaum fassen und war unendlich glücklich, nach nur 5 Stunden war meine Tochter auf der Welt. Zuhause, in der wundervollen geborgen Umgebung, genauso wie ich es mir gewünscht hatte. Meinen Pool habe ich ja leider nicht benutzt, aber wie durch ein Wunder ist alles heil geblieben und es ging allen wunderbar. Ich legte mich mit Pia im Arm auf das Sofa, gekuschelt zwischen meinen Mann und Dorothea, wir gucken das wunderschöne Baby an und es war ein unglaublich schönes Gefühl. Ich würde jedes weitere Kind immer wieder zu Hause gebären. Dieses vertraute, harmonische, wunderbare Gefühl. Und Dank einem entspannten, wundervollem Mann und einer wunderbaren Hebamme an meiner Seite, habe ich mich zu jederzeit sicher gefühlt.

Vielen Dank an meinen wunderbaren Mann, für die Unterstützung. Und vielen Dank an Dorothea, für deine wundervolle, einfühlsame, ruhige Art, die einem zu jeder Zeit Geborgenheit vermittelt.

Nadine

Hebammenpraxis Soest · Inhaberin Dorothea Duhme · Krummel 1 · 59494 Soest · Kontakt