Dorothea Duhme

Hebammenpraxis Soest

„Geburten zuhause bedeuten,
mich meinem Geburtsflow hingeben zu können“

Ich habe meine drei Kinder alle zuhause geboren – zwei davon mit Dorothea.

Die Vorsorgen fanden teilweise im Geburtshaus Soest, und vor allem zum Ende der Schwangerschaft hin bei mir zuhause statt. Sie waren für mich mehr mentale Geburtsvorbereitung, positive Einstimmungen auf die Geburt als medizinische „Überprüfungen“. Für meinen Mann bedeuteten sie auch viel Aufräumen mit Geburtsmythen und ein Fakten-Check zum Thema Hausgeburt, der ihm half, sich sicher zu fühlen.

Meine Tochter wurde im Mai 2016 geboren. Eine entspannte Geburt, ganz eindeutig gestartet mit einem Blasensprung am Vormittag. Ich rief zuerst Dorothea an, holte meinen Mann per Anruf vom Einkaufen zurück und organisierte die Kinderbetreuung für meinen Sohn.

Als alles erledigt war, konnte ich mich endlich meinem Geburtsflow hingeben. Für mich ist das die Zeit, wo ich einfach nur bei mir bin, auf die Zeichen meines Körpers hörend, unterstützt von meinem Mann und meiner Hebamme.

Ich kann mich noch erinnern, dass ich die Wellen gemeinsam mit meinem Mann und von ihm gestützt veratmet habe. Die Pausen dazwischen habe ich immer so richtig genossen – ich habe mich sozusagen von Pause zu Pause tragen lassen. Dorothea saß im Hintergrund auf dem Sofa und war einfach da. Einmal, als ich mir Sorgen machte, dass ich zu viel sitze, ermutigte sie mich bei meiner Pause zu bleiben, da das Baby wunderbar im Becken läge.

Als das Baby kurz davor war geboren zu werden, half sie mir, meine Hose auszuziehen, und wärmte meinen Damm mit warmen Waschlappen. Ich weiß noch, wie sie mich ermutigte und fragte, ob ich das Köpfchen des Babys schon ertasten könnte. Gefühlt nur zwei Wellen später kam meine Tochter in einem Rutsch zur Welt.

Dorothea fing sie auf und legte sie mir auf den Bauch. Nach der Geburt hatten wir viel Zeit und Ruhe. Wir warteten auf die Plazenta (die nicht lange brauchte) und beobachteten, wie unsere Tochter ihre ersten Schlucke Milch trank. Erst später war es Zeit für die erste Untersuchung und den Papierkram.

Bei der Geburt meines dritten Kindes musste ich lange auf einen eindeutigen „Startschuss“ warten. Da meine Geburten nie lange gedauert hatten, ging ich dieses Mal davon aus, dass es schnell gehen würde, wenn es denn richtig losging. Also telefonierte ich an Tag X lieber einmal zu viel mit Dorothea und beriet mit ihr, was mir helfen könnte.

Der Schleimpfropf war nachts abgegangen und ich hatte regelmäßige, wenn auch uneffektive Kontraktionen. Ich spürte, dass ich nicht mehr alleine zuhause sein wollte und bat meinen Mann nach Hause zu kommen. Außerdem organisierte ich eine Betreuung für die anderen beiden Kinder, sodass diese auch über Nacht versorgt waren.

Nachmittags entschieden wir, dass Dorothea kommen sollte. So saßen wir gemütlich zusammen, tranken Tee und warteten auf die effektiven Geburtswellen. Irgendwann wollte ich etwas „tun“, was die Geburt voranbringen könnte und nahm auf Empfehlung von Dorothea ein Bad. Das half mir, wieder zu mir zu kommen und bot mir einen Rückzug. Danach war es auch eindeutig, dass erstmal nichts weiter passieren würde: Die Wellen hatten fast komplett aufgehört. So entschieden Dorothea und ich, dass sie noch einmal nach Hause fahren würde.

Wir aßen zu Abend und gingen ins Bett. Ich konnte nicht schlafen, da ich nach wie vor uneffektive Wellen hatte. Mittlerweile war ich ziemlich genervt, weil ich immer noch auf meinen erwarteten richtigen Geburts-„Startschuss“ wartete. Ich ärgerte mich, dass meine vorher ach so romantischen Hausgeburtserfahrungen nun schön durchkreuzt wurden. Ich ließ den Ärger zu und bat meinen Mann, mir gut zuzureden. Dies war nach bereits zwei Hausgeburten und vielen Gesprächen mit Dorothea mittlerweile eine seiner Spezialitäten. Nachdem er mich überzeugend daran erinnert hatte, wie sehr er mir, meinem Körper und dem Baby vertraut und dass er an unsere Geburtskräfte glaubt, ging es richtig los. Ich kam endlich wieder in meinen Geburtsflow, tönte und bewegte mich, wie ich es brauchte, während mein Mann erst Dorothea anrief und dann mich unterstützte.

Ich kniete schon auf dem Boden vor dem Bett, als Dorothea ankam. Sie konnte gerade noch die Unterlagen für die Geburt ausbreiten, als ich verkündete: „Jetzt platzt die Fruchtblase! Und ich spüre das Köpfchen!“ Dorothea ermutigte mich noch etwas mehr zu schieben, damit das Köpfchen ganz geboren werden konnte. Ich wartete intuitiv die nächste Welle ab, die dann auch den Rest des Körpers in die Welt trug. Dorothea reichte mir meinen Sohn und ließ mich gut verpackt mit ihm im Bett kuscheln, während sie auf die Plazenta wartete. Nach der Nachgeburt waren wir dann wieder lange zu dritt und konnten uns beschnuppern.

Geburten zuhause mit Dorothea bedeuten für mich Zeit haben und mich meinem Geburtsflow hingeben. Und das geht, weil über allem das Vertrauen in die Weisheit meines Körpers und das Vertrauen in das Kind steht. Ich wünsche jeder Frau die Möglichkeit, ihr Kind so geschützt und begleitet zur Welt bringen zu können.

Isabelle

Hebammenpraxis Soest · Inhaberin Dorothea Duhme · Krummel 1 · 59494 Soest · Kontakt

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